Erdbeben in Osttibet

Die 22 Kinder, die aus dem Erdbebengebiet Kyekundo zu uns geschickt wurden.

Neueste Neuigkeiten zum Erdbeben:

Einige Wochen nach dem schweren Erdbeben in Jyekundo konnten wir nun endlich Kinder aus dem betroffen Gebiet in unserem Kinderdorf in Golog aufnehmen. Inzwischen sind 22 Kinder eingetroffen. An dieser Stelle möchten wir uns erneut bei allen Spendern bedanken, die sich für die Erdbebopfer eingesetzt haben. Nur mit ihrer Hilfe konnten wir so viele neue Kinder bei uns aufnehmen. Dankeschön!

 

ACHTUNG!!! ERDBEBEN IN OSTTIBET!!!

Liebe Freunde des Tadra-Projektes,

wie Sie aus den Medien erfahren haben, gab es in Osttibet in der Region von Jyekudo und Dzaschuka ein Erdbeben mit der stärke 7, 1 und enormer Zerstörungskraft. Die stadt Jyekudo mit ca. 100.000 Menschen, mehrheitlich von Tibetern bewohnt, wurde zu 90 Prozent zerstört. Bislang schätzt man offiziell etwa 800 Tote und 1.000 Schwerverletzte. Die eigentliche Zahl der Opfer liegt nach tibetischer Einschätzung aber um ein vielfaches höher. Gott sei Dank sind unsere beiden Kinderdörfer davon nicht betroffen.

Nach Rücksprache mit unseren beiden Dorfleitern Thubten Nyima und Jampa scheinen die Zerstörung und das Elend in dem Erdbebengebiet unbeschreiblich groß zu sein. Wir haben daher beschlossen, zur Linderung des Elends unseren Beitrag zu leisten. Wir planen, sofern die Behörden dies erlauben, aus dieser Gegend 30 verwaiste Kinder zusätzlich in unseren beiden Kinderdörfern aufzunehmen. Da die chinesische Regierung bislang einer internationalen Hilfsaktion eher ablehnend gegen übersteht, wollen wir zudem unsere Kanäle dazu nutzen, den notleidenden Menschen diese Hilfe zuzuführen.

Wir bitten Sie daher, uns bei diesen Vorhaben durch eine zusätzliche Spende zu unterstützen!

Wir garantieren Ihnnen, dass das Geld zu 100 Prozent die notleidenden Menschen erreicht!

Vielen herzlichen Dank,

Choeni Lhamo

Kontoverbindung
Tadra-Projekt e.V.
Sparkasse Lüdenscheid
Kto-Nr.: 12 12 02
BLZ: 458 500 05
IBAN: DE94 4585 0005 0000 1212 02
SWIFT-BIC.: WELA DE D1 LSD

 

 

 

Das Tadra-Projekt wurde am 9. Dezember 1995 durch Dr. L.Palden Tawo seiner Frau und Herrn Yeshe Gonpo Khaser aus der Schweiz sowie einigen deutschen Freunden ins Leben gerufen. Das Projekt hat es sich zum Ziel gesetzt, die verheerende Lebenssituation der Waisen- und Straßenkinder in Osttibet sowie das völlig unzulängliche Schul- und Gesundheitswesen zu verbessern.

Die ersten Waisenkinder 1997

Staatliche Schulen

Die wenigen staatlichen Schulen waren baufällig und unzureichend. Engagiertes und qualifiziertes Lehrpersonal, sowie adäquates Schulmaterial fehlten oft. Junge Tibeter starben an Bagatellerkrankungen, wie z.B. Blinddarmentzündungen oder Magengeschwüren. Das nächste akzeptable Krankenhaus liegt etwa sechs Fahrtstunden mit dem Auto von Dawu entfernt und ist für die meisten Tibeter somit nahezu unerreichbar. Auch die Behandlungskosten sind für den einfachen Tibeter nicht erschwinglich. Aus diesen Gründen finden wir in dieser Region eine verhältnismäßig große Zahl an Waisenkindern.

staatliche Schule in Drango 1997

Kinderdorf-Projekt

Nach sechs privat finanzierten Erkundungsreisen und mehrfachen Sondierungsgesprächen mit den zuständigen chinesischen Behörden ist es uns 1997 gelungen, eine offizielle Genehmigung für unser Kinderdorf-Projekt in Osttibet zu erhalten.

Das Krankenhaus-Projekt wurde jedoch, trotz mehrjähriger Verhandlungen mit den Behörden leider nicht genehmigt.

Die Kinder kommen aus ganz Osttibet, einem Einzugsgebiet, das größer ist als Deutschland. Die Zahl der Kinder im Kinderdorf wächst weiterhin jährlich.

Einige Kinderphotos aus 2005

Dolma aus Litang
Drobdrel aus Dawo
Kunga aus Dragpa
Gonpo aus Dzachuka
Samchub Dolma aus Karze
Tsering aus Joru
Shola aus Derge und Lhamo aus Drango
Sonam aus Dawo und Tashi aus Gartak
Kunga Nyima aus Rabshab

Zweites Kinderdorf in Amdo

Als wir vor einigen Jahren Waisenkinder aus der ehemaligen tibetischen Provinz Amdo bei uns im Kinderdorf aufnehmen wollten, gab es Schwierigkeiten mit den Behörden. Dazu sei vorausschickend erklärt, dass Osttibet in vier verschiedene Distrikte aufgeteilt und in verschiedene angrenzende chinesische Provinzen eingegliedert wurde. Offiziell existieren Kham und Amdo in der ursprünglichen Form nicht mehr. Daher sehen die Behörden es nicht gerne, wenn wir die Kinder aus verschiedenen tibetischen Regionen wieder zusammenbringen, obwohl unsere Absichten rein humanitärer Natur sind. Die Lebenssituation in Amdo ist noch um einiges härter als in Kham. Die Durchschnittshöhe von 4200 m über dem Meeresspiegel mit wenig Vegetation und einer Temperatur unter -30 Grad Celsius im Winter fordert jährlich seinen Tribut- vor allem unter den Straßenkindern. Wir haben viele Waisen- bzw. Straßenkinder aus dieser Gegend auf unserer Warteliste, die bei uns aufgenommen werden wollen.

Dies war der Grund, warum wir Anfang 2005 mit dem Bau eines zweiten Kinderdorfes in Amdo begonnen haben, nachdem wir nach zweijähriger Verhandlung mit den Behörden dort eine offizielle Genehmigung erhalten hatten.