Kinderdorf in Kham

Das Kinderdorf liegt in der kleinen Stadt Dawu in der ehemaligen tibetischen Provinz Kham. Der größte Teil der Bevölkerung in Kham besteht aus Nomaden, von denen über 80 % Analphabeten sind und immer noch ein sehr karges Leben führen.

Die Osttibeter nennt man Khampas und sie zeichnen sich besonders durch ihre scharfgeschnittenen Gesichter und ihre besondere Körpergröße aus. Ihr Mut und ihre Tapferkeit sind legendär. Sie sind hervorragende Reiter und ähneln sehr den Nordamerikanischen Indianern. Auch in der Art der Kriegsführung oder in ihrem Webmuster sind verblüffende Ähnlichkeiten festzustellen.

Landkarte / (Projektstandort DAWU in Kham)
Osttibeterin, Khamo genannt
Osttibeter, Khampas genannt

Dawu

Dawu erreicht man von der ehemaligen tibetischen Grenzstadt „Dartsedo“ (chin. Kanting) in ca. sechs Stunden mit dem Auto über Minya und Gartak. Die Stadt liegt in einem wunderschönen Tal mit einer üppigen Vegetation. Die meisten Tibeter in dieser Gegend leben außerhalb der Stadt, während die Stadt inzwischen hauptsächlich von den zugezogenen chinesischen Siedlern bewohnt wird. Trotz der jahrzehntelangen unsinnigen Abholzung der Wälder in Osttibet bestehen immer noch Restbestände, die in etwa vergleichbar mit der Landschaft der Schweiz oder Österreich sind.

Landschaft in Kham
Landschaft in Kham

Kinderdorf

Unser Kinderdorf liegt ca. drei km im Westen von der Stadt Dawu entfernt in dem Dorf Dzinä an der Biegung eines Flusses. Unser Grundstück ist ca. 250.000 m² groß und wird von einem Mauerwerk geschützt. Es liegt direkt an der Haupthandelsstraße, die weiter westwärts nach Drango führt.

Kinderdorf in Dawu