Kinderdorf Dawu

Gelegen im Osten von Tibet ist das Kinderdorf in Dawu unsere erste Einrichtung. Gegründet 1997.

Alles begann mit 30 Kindern.

 
 

Nach mehreren privat finanzierten Erkundungsreisen über einen Zeitraum von zwei Jahren und zahlreichen Sondierungsgesprächen mit den zuständigen chinesischen Behörden, ist es uns 1997 endlich gelungen, eine offizielle Genehmigung für unser Kinderdorf-Projekt in Ost-Tibet zu erhalten. Heute kommen die Kinder aus einem Einzugsgebiet, das größer ist als Deutschland.

Die Region

 

Dawu erreicht man von der ehemaligen tibetischen Grenzstadt „Dartsedo“ (chin. Kanting) in mehreren Stunden mit dem Auto über Minya und Gartak. Die Stadt liegt in einem wunderschönen Tal mit einer üppigen Vegetation.

Die meisten Tibeter in dieser Gegend leben außerhalb der Stadt, während die Stadt inzwischen hauptsächlich von den zugezogenen chinesischen Siedlern bewohnt wird. Trotz der jahrzehntelangen Abholzungen der Wälder in Osttibet gibt es immer noch Restbestände. Das macht die Landschaft hier in etwa vergleichbar mit der Schweiz oder Österreich.

Unser Kinderdorf liegt im Westen der Stadt Dawu an der Biegung eines Flusses. Unser Grundstück ist ca. 250.000 m² groß und wird von einem Mauerwerk geschützt. Es liegt nahe der Haupthandelsstraße, die weiter westwärts nach Drango führt.

 

Das Kinderdorf

  • 7 Waisenhäuser

    Unser Ziel war es, ein Kinderdorf nach dem Vorbild der Pestalozzi-Kinderdörfer aufzubauen, da drei unserer Gründungsmitglieder in einem Pestalozzi-Kinderdorf in Deutschland aufgewachsen sind. Dies vermittelt den Kindern die bestmögliche familiäre Atmosphäre, in der sie ohne große emotionale Defizite aufwachsen können. Jeweils 15 Kinder leben in einem Familienhaus mit ihren Pflegemüttern zusammen.

    Konstruiert wurden die Häuser im lokalen, tibetischen Baustil, um eine optische Harmonisierung mit der Umgebung zu gewährleisten.

  • Die Schule

    Unsere im November 2000 fertig gestellte Schule zeigt eine Synthese von modernen und klassisch tibetischen Bauelementen, die sich sinnvoll ergänzen. Die Schule beinhaltet neben sechs Klassenzimmern eine Bibliothek, einen Konferenzraum, ein Büro und einen Laborraum.

    Bisher wurden die Kinder hier in allen Hauptfächern unterrichtet. Nach neuen Auflagen der lokalen Behörden müssen seit 2021 alle Kinder eine Staatsschule besuchen. Das Waisendorf bleibt aber auch weiterhin das Zuhause unserer Kinder.

  • Handwerksschule

    Für Kinder, die nicht die Mittelschule besuchen können, bieten wir die Möglichkeit in unserer Werkstatt einen handwerklichen Beruf zu erlernen. Hier werden Kinder in traditioneller Weberei, Schneiderei, Schreiner und Thangka Malkunst ausgebildet.

    Wie auch die Waisenhäuser wurden die Schulgebäude im traditionellen Stil errichtet. Diese Bauweise gerade in dieser Erdbebengegend über Jahrzehnte bewährt.

  • Jugendhaus

    Im Jugendhaus wohnen die Kinder, die auswärtige Schulen besuchen. Hier haben die Jugendlichen die Möglichkeit selbstständiger zu werden um sich auf das Erwachsenenleben vorzubereiten.

    Auch ehemalige Schülerinnen und Schüler nutzen Jugendhaus als Unterkunft, wenn sie das Kinderdorf besuchen um vor Ort mitzuhelfen und die kleineren Kinder zu betreuen.

Hilfen Sie uns dabei, Kindern eine Perspektive zu geben und ihre Kultur zu bewahren.

Hilfe, die ankommt.

Mit Ihrer Spende können Sie einen Unterschied machen. Wir garantieren, dass 100 % ihrer Zuwendung den Waisenkindern in Tibet zugute kommt.